Über Umwege zum Klavier


Alles begann mit einer neuen Flamme meines Sohnes, der wunderbaren Mondscheinsonate. Jedes Klavier, das irgendwo stand, wurde bespielt und schon bald wurde ein Klavierlehrer hinzugezogen – es ging ja erstmal ums Ausprobieren, Weiterlernen. Nach einiger Zeit wurde die Situation kompliziert, durch Corona war kein Übungsklavier mehr zugänglich, aber auch hier wurde, dank Tastenexpress, schnellstens Abhilfe geschaffen: ein E-Piano wurde gemietet – erstmal gemietet, in weiser Voraussicht… denn neue Interessen und Verpflichtungen kamen hinzu, das Klavierspiel rückte immer weiter in den Hintergrund, die Flamme entpuppte sich als Strohfeuer und verglomm.


Das E-Piano vereinsamte Monat um Monat, keine Melodie klang mehr durchs Haus – ja also, warum es nicht selber einmal versuchen, sagte ich mir! Schließlich war meine Großmutter Pianistin gewesen und der Wunsch, selber Klavier spielen zu lernen, schlummerte schon sehr lang auch in mir. Wenn nicht jetzt, dann wann?

Nun ja – jetzt habe eben ich eine neue Flamme, in diesem Fall aber kein Strohfeuer! Es ist so erfüllend, neben meiner bildhauerischen Arbeit eine zweite musische Beschäftigung gefunden zu haben, besonders in diesen außergewöhnlichen Zeiten – der Unterricht findet oft per Skype statt – , dass ich mich entschlossen habe, das Piano zu behalten. Völlig unkompliziert wurde das von Tastenexpress ermöglicht, so dass ich jetzt stolz und glücklich bin, mir diesen langgehegten Wunsch erfüllt zu haben! Und manchmal kommt es mir so vor, als ob meine Großmutter mir beim Üben ein bisschen auf die Sprünge hilft – einfach wundervoll.

Katharina F. 11.04.2021