Das Roland FP-30X gehört zu den beliebtesten portablen Digitalpianos – jetzt wird es abgelöst, denn ab sofort ist der Nachfolger auf dem Markt erhältlich: das Roland FP-40. Ein neu entwickeltes Lautsprechersystem und die aktuelle Piano Reality Technologie sind nur zwei von vielen Neuerungen, die das Instrument auf ein neues Level heben. Was sich im Vergleich zum Vorgänger noch alles verändert hat und ob sich der höhere Preis für das Upgrade wirklich lohnt, klären wir in diesem Preview.
Das Roland FP-40 ist ein portables Digitalpiano mit 88 gewichteten Tasten, das sich sowohl für den Einsatz zu Hause als auch für Live und Studio eignet. Roland richtet das Modell insbesondere an ambitionierte Spieler und Wiedereinsteiger, die Wert auf ein hochwertiges, nicht zu leichtgängiges Spielgefühl, einen überzeugenden Pianoklang und eine unkomplizierte Bedienung legen. Das FP-40 bietet eine gute Ausstattung mit 40 verschiedenen Klängen im Gerät und lässt sich über moderne Schnittstellen sowie die neue Piano Sphere App in unterschiedliche Spiel- und Übungsszenarien einbinden. Erhältlich ist das rund 14 kg schwere Instrument in Schwarz und Weiß.

Von außen betrachtet: neues Design
Eine wesentliche Neuerung fällt direkt ins Auge, wenn man das Instrument betrachtet: das Gehäusedesign wurde überarbeitet. Der Vorgänger Roland FP-30X war ja relativ schwer und dick, was auch der Bauweise mit den nach unten zeigenden Lautsprechern geschuldet war. Im aktuellen FP-40 sind die Lautsprecher nun auf der Oberseite und strahlen nach oben ab – dadurch ist das Gehäuse etwas flacher, aber auch etwas tiefer nach hinten.
Die kleinen harten Kunststoff-Knöpfe beim FP-30X sind nun beleuchteten Buttons gewichen. Was super ist: es handelt sich um Hartplastik-Knöpfe mit einem definierten Klick, nicht um die Gummi-Knöpfe, welche man von dem FP-E50 kennt. Alle Bedienelemente sind nun mittig zentral angeordnet, was ergonomisch durchaus Sinn macht.

Die beste Neuerung hinsichtlich der Bedienung ist aber der Lautstärkeregler, denn dieser ist jetzt endlich als Schieberegler ausgeführt! Beim Vorgänger musste man für lauter/leiser ja immer die kleinen harten Knöpfe gedrückt halten und sich dann an 5 kleinen LED-Dioden orientieren – das klappt jetzt wesentlich komfortabler.
Die Anschlüsse am Roland FP-40
Die neuen Anschlussoptionen bringen das Roland FP-40 auf den aktuellen Stand. So gibt es nun neben USB Memory Anschluss für einen Speicherstick auch einen USB-C Mobile/PC – mit diesen kann man das FP-40 auch über das mitgelieferte USB-C-Kabel mit Strom versorgen. Das ist sehr praktisch, denn dies funktioniert auch über eine Powerbank.

Ein weiteres neues Feature für Streamer und Content Creator ist die Unterstützung von Headset-Mikrofonen und USB-Audio. Somit kann man das Roland FP-40 einfach in Videos und Live-Streams einsetzen, ohne komplizierte Verkabelung.
Jetzt mit WLAN!
Eine weitere wichtige Neuerung des Roland FP-40 ist das erstmals bei einem Roland-Piano integrierte WLAN. Einmal mit dem heimischen Netzwerk verbunden, kann das Instrument künftig drahtlos auf Online-Funktionen zugreifen, ohne dass dafür ständig Smartphone oder Computer als Vermittler benötigt werden. Das WLAN bildet unter anderem die Grundlage für die enge Einbindung der Piano Sphere App und ermöglicht zudem sogenannte Over-the-Air-Updates: neue Systemversionen, Funktionen und Inhalte können somit direkt über das Netzwerk auf das FP-40 übertragen werden. Bluetooth bleibt parallel für Audio-Streaming und MIDI-Connections erhalten. Gegenüber dem FP-30X baut Roland die Konnektivität damit deutlich aus und macht das FP-40 stärker zu einem vernetzten Digitalpiano.
Neues Lautsprechersystem
Im Roland FP-40 kommt ein neu entwickeltes Lautsprechersystem mit 2 x 12 W zum Einsatz, welches für einen klareren und räumlicheren Klang als beim Vorgänger sorgt, denn die Lautsprecher sitzen nun oben, nicht mehr an der Unterseite. Diese Änderung in der Lautsprecheranordnung sorgt für einen direkteren Klang. Das FP-30X war bekannt für seinen bassbetonten Klang – um auch beim Nachfolger ein ordentliches Bassfundament und Klangfülle zu erzielen, hat Roland beim FP-40 neue Lautsprecherboxen entwickelt.

Neben dem neuen Lautsprechersystem sorgt auch die neue Sound Engine, Roland Piano Reality für eine Verbesserung im Klang. Es ist aber nicht die volle Physical Modeling Engine – diese gibt es erst ab dem höheren Modellen FP-60X, FP-90X und natürlich der gesamten LX-Serie. Im FP-40 ist die Klangerzeugung samplebasiert, sie nutzt aber bestimmte Modelling-Elemente der höheren Modelle. Man könnte auch sagen: Piano Reality Lite.
Die neue Roland App: Piano Sphere
Auch auf der App-Ebene bringt Roland mehr Verschmelzung von Instrument und digitalen Funktionen: Piano Sphere ist neu entwickelt, in Zusammenarbeit mit Scoove. Das Roland FP-40 wird mit Piano Sphere um zahlreiche Lern- und Motivationsfunktionen erweitert. Gleichzeitig erhält man kostenlosen Zugriff auf eine große Auswahl an lizenzpflichtigen und lizenzfreien Inhalten, während sich gegen Aufpreis eine Songbibliothek mit über 1.000 Titeln freischalten lässt. Darüber hinaus bietet die App Schritt-für-Schritt-Lektionen, die sich an den individuellen Fähigkeiten, musikalischen Interessen und der verfügbaren Übungszeit orientieren.

Über den Piano-Sphere-Taster am FP-40 erhalten Spieler direktes Feedback zu ihrem Lernfortschritt. Funktionen wie Streaks, das Tracking der Spielzeit über das integrierte Wi-Fi sowie personalisierte Empfehlungen sollen zusätzlich dabei helfen, regelmäßige Übungsgewohnheiten aufzubauen und langfristig motiviert zu bleiben.
Piano Sphere ist wirklich cool gemacht und bietet einen echten Mehrwert zum Instrument!
Fazit
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass das FP-40 schon ein deutliches Upgrade im Vergleich zum Vorgänger FP-30X. Im Grunde war die letzte große Neuerung das FP-30, welches vor zehn Jahren, nämlich 2016 auf den Markt kam.
Das neue Lautsprechersystem, die integrierte Piano Reality Engine sowie die verbesserte Bedienung mit den größeren Buttons und Lautstärke-Regler schaffen ein spürbar besseres Spiel- und Klangerlebnis. Auch der USB-C-Anschluss macht im Jahr 2026 absolut Sinn.
Eine echte Innovation ist die WLAN-Anbindung und die Integration der neuen Piano Sphere App im Gerät selbst. Das ist mehr als eine Spielerei, sondern wirklich eine gelungene Verbindung aus digitalen Inhalten und Hardware. Gerade für Anfänger und (Wieder)einsteiger erfüllt das FP-40 damit ein Alleinstellungsmerkmal und Mehrwert gegenüber dem FP-30X.
Mit das wichtigste Element ist im FP-40 aber unverändert geblieben: die bewährte PHA-4 Tastatur. Diese bietet ein super Spielgefühl und ist mit dem etwas schwergängigeren Anschlag und der Druckpunktsimulation eine wirklich gute Wahl. Hier gab es nicht viel Verbesserungsbedarf, so dass sich das reine Anschlagsgefühl im Roland FP-40 nicht verändert hat.
Wer also die Tastatur gerne mag und auf die neuen Features und Möglichkeiten verzichten kann, kann mit dem FP-30X noch einen guten Kauf machen – denn das FP-40 ist mit einem Einführungspreis von 899,- € auch über 250,- € teurer. Erfahrungsgemäß sinkt der Straßenpreis nach einigen Monaten etwas, aber momentan gehen die modernen Funktionen auch mit einem höheren Preis einher.
Das Roland FP-40 ist ein super Digitalpiano und hebt die FP-Serie auf ein neues Level. Sobald wir einen ausführlichen Praxistest mit dem FP-40 gemacht haben, könnt ihr mehr über einen direkten Klangvergleich erfahren. Also stay tuned!

Autor: Timm Brockmann (Sales und Marketing)


